# Portabilitaet: UNIVERSAL
# Zuletzt validiert: 2026-02-05
# Naechste Pruefung: 2027-02-05
# Quellen: BGB Buch 4, FamFG, Duesseldorfer Tabelle 2026

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                              FAMILIENRECHT
                     Umfassender Leitfaden fuer Deutschland
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Stand: 2026-02-05
Status: VOLLSTAENDIGER ARTIKEL

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INHALTSVERZEICHNIS
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  1. Einfuehrung
  2. Ehe und Eheschliessung
  3. Eheliche Lebensgemeinschaft
  4. Gueterrecht
  5. Scheidung
  6. Unterhaltsrecht
  7. Kindschaftsrecht
  8. Nichteheliche Lebensgemeinschaft
  9. Wichtige Paragraphen
  10. Praxisbeispiele
  11. Siehe auch

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1. EINFUEHRUNG
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Das Familienrecht ist im Vierten Buch des Buergerlichen Gesetzbuches (BGB)
geregelt, umfasst die §§ 1297-1921 BGB und behandelt die rechtlichen
Beziehungen zwischen Personen, die durch Ehe, Verwandtschaft oder andere
familiaere Bindungen verbunden sind.

Zustaendige Gerichte: Familiengerichte (Abteilungen der Amtsgerichte)
Verfahrensrecht: FamFG (Gesetz ueber das Verfahren in Familiensachen)

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2. EHE UND EHESCHLIESSUNG
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EHEFAEHIGKEIT (§ 1303 BGB)
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  - Volljaehrigkeit erforderlich (18 Jahre)
  - Seit 2017: Keine Ausnahmen mehr fuer Minderjaehrige
  - Im Ausland geschlossene Kinderehen sind in Deutschland unwirksam

EHEVERBOTE (§§ 1306-1308 BGB)
-----------------------------
  - Bestehende Ehe/Lebenspartnerschaft (Verbot der Doppelehe)
  - Verwandtschaft in gerader Linie
  - Vollbuertige und halbbuertige Geschwister
  - Adoption begruendet ebenfalls Ehehindernis

FORMVORSCHRIFTEN
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  - Persoenliche und gleichzeitige Anwesenheit der Verlobten
  - Erklaerung vor dem Standesbeamten (§ 1310 BGB)
  - Keine Bedingung oder Zeitbestimmung zulaessig
  - Zwei Zeugen nicht mehr erforderlich (seit 1998)

WIRKUNGEN DER EHESCHLIESSUNG
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  - Eheliche Lebensgemeinschaft (§ 1353 BGB)
  - Namensrecht (§§ 1355-1355a BGB)
  - Schluesselgewalt (§ 1357 BGB)
  - Gesetzlicher Gueterstand: Zugewinngemeinschaft

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3. EHELICHE LEBENSGEMEINSCHAFT
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GRUNDSATZ (§ 1353 BGB)
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Die Ehegatten sind einander zur ehelichen Lebensgemeinschaft verpflichtet
und tragen fuereinander Verantwortung.

GEGENSEITIGE PFLICHTEN
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  - Beistandspflicht
  - Treuepflicht
  - Gemeinsame Lebensgestaltung
  - Haushaltsführung im gegenseitigen Einvernehmen (§ 1356 BGB)

SCHLUESSELGEWALT (§ 1357 BGB)
-----------------------------
Jeder Ehegatte ist berechtigt, Geschaefte zur angemessenen Deckung des
Lebensbedarfs der Familie mit Wirkung fuer beide Ehegatten zu besorgen.

Umfasst:
  - Lebensmitteleinkauf
  - Kleidung
  - Angemessene Freizeitgestaltung
  - Arztrechnungen

Nicht umfasst:
  - Luxusgueter
  - Immobilienkauf
  - Buergschaften

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4. GUETERRECHT
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ZUGEWINNGEMEINSCHAFT (§§ 1363-1390 BGB) - GESETZLICHER GUETERSTAND
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  - Jeder Ehegatte bleibt Eigentuemer seines Vermoegens
  - Keine gemeinschaftliche Verwaltung
  - Bei Beendigung: Ausgleich des Zugewinns

  Berechnung des Zugewinns:
    Endvermoegen (bei Scheidung) - Anfangsvermoegen (bei Heirat) = Zugewinn
    Differenz der Zugewinne wird haelftig ausgeglichen

  Verfuegungsbeschraenkungen (§ 1365 BGB):
    - Verfuegung ueber Vermoegen im Ganzen nur mit Zustimmung
    - Verfuegung ueber Hausrat nur mit Zustimmung (§ 1369 BGB)

GUETERTRENNUNG (§ 1414 BGB)
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  - Durch Ehevertrag vereinbart
  - Vollstaendige Vermoegenstrrennung
  - Kein Zugewinnausgleich bei Scheidung
  - Kein erhoehter Erbanteil

GUETERGEMEINSCHAFT (§§ 1415-1518 BGB)
-------------------------------------
  - Selten vereinbart
  - Gesamtgut aus beider Vermoegen
  - Gemeinsame Verwaltung
  - Sonder- und Vorbehaltsgut moeglich

EHEVERTRAG
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  - Notarielle Beurkundung erforderlich (§ 1410 BGB)
  - Inhaltskontrolle durch Gerichte
  - Kernbereichslehre: Keine einseitige Benachteiligung

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5. SCHEIDUNG
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ZERRÜTTUNGSPRINZIP (§ 1565 BGB)
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Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist.
Die Ehe ist gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht
und nicht erwartet werden kann, dass sie wiederhergestellt wird.

TRENNUNGSJAHR (§ 1566 BGB)
--------------------------
  - 1 Jahr Trennung: Scheidung bei beiderseitigem Einverstaendnis
  - 3 Jahre Trennung: Scheidung auch ohne Zustimmung des anderen
  - Trennung innerhalb der Wohnung moeglich ("von Tisch und Bett")

HAERTEFALLSCHEIDUNG (§ 1565 Abs. 2 BGB)
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Keine Trennungszeit erforderlich bei unzumutbarer Haerte:
  - Schwere Misshandlungen
  - Morddrohungen
  - Schwere Straftaten gegen den Ehegatten

SCHEIDUNGSFOLGEN
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  a) Unterhalt (siehe Abschnitt 6)
  b) Versorgungsausgleich (§§ 1-54 VersAusglG)
     - Ausgleich der waehrend der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften
     - Grundsatz der Halbteilung
  c) Zugewinnausgleich
  d) Hausratsteilung
  e) Zuweisung der Ehewohnung

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6. UNTERHALTSRECHT
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TRENNUNGSUNTERHALT (§ 1361 BGB)
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  - Waehrend der Trennungszeit
  - Hoehe: 3/7 des Differenzeinkommens (Erwerbseinkommen)
  - Keine Erwerbsobliegenheit im ersten Trennungsjahr

NACHEHELICHER UNTERHALT (§§ 1569-1586b BGB)
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Grundsatz: Eigenverantwortung nach der Scheidung

Unterhaltstatbestaende:
  - Kindesbetreuung (§ 1570 BGB) - Basisunterhalt bis Kind 3 Jahre
  - Alter (§ 1571 BGB)
  - Krankheit (§ 1572 BGB)
  - Erwerbslosigkeit (§ 1573 BGB)
  - Aufstockungsunterhalt (§ 1573 Abs. 2 BGB)
  - Ausbildung (§ 1575 BGB)
  - Billigkeit (§ 1576 BGB)

KINDESUNTERHALT (§§ 1601-1615 BGB)
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  - Verwandte in gerader Linie sind unterhaltspflichtig
  - Mindestunterhalt (§ 1612a BGB)
  - Barunterhalt durch nicht betreuenden Elternteil
  - Naturalunterhalt durch betreuenden Elternteil

DUESSELDORFER TABELLE (Stand 2026)
----------------------------------
  Einkommensgruppe 1 (bis 2.100 EUR netto):
    Altersstufe 0-5:    480 EUR
    Altersstufe 6-11:   551 EUR
    Altersstufe 12-17:  645 EUR
    Ab 18:              689 EUR

  Kindergeld wird haelftig angerechnet (bei Minderjaehrigen)
  Selbstbehalt Erwerbstaetiger: 1.450 EUR
  Selbstbehalt nicht Erwerbstaetiger: 1.200 EUR

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7. KINDSCHAFTSRECHT
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ABSTAMMUNG (§§ 1591-1600e BGB)
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  Mutter: Frau, die das Kind geboren hat (§ 1591 BGB)

  Vater:
    - Mann, der mit Mutter verheiratet ist (§ 1592 Nr. 1 BGB)
    - Mann, der Vaterschaft anerkannt hat (§ 1592 Nr. 2 BGB)
    - Mann, dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde

  Vaterschaftsanfechtung:
    - Frist: 2 Jahre ab Kenntnis
    - Berechtigte: Vater, Mutter, Kind, biologischer Vater

ELTERLICHE SORGE (§§ 1626-1698b BGB)
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  Umfasst:
    - Personensorge (Pflege, Erziehung, Aufsicht, Aufenthaltsbestimmung)
    - Vermoegens sorge

  Bei verheirateten Eltern: Gemeinsame Sorge
  Bei nicht verheirateten Eltern:
    - Mutter hat alleinige Sorge
    - Gemeinsame Sorge durch Sorgeerlaerung oder Gericht

  Sorgerechts entzug: Nur bei Kindeswohlgefaehrdung (§ 1666 BGB)

UMGANGSRECHT (§ 1684 BGB)
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  - Kind hat Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen
  - Jeder Elternteil ist zum Umgang berechtigt UND verpflichtet
  - Umgang kann bei Kindeswohlgefaehrdung eingeschraenkt werden
  - Auch Grosseltern haben Umgangsrecht (§ 1685 BGB)

ADOPTION (§§ 1741-1772 BGB)
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  Voraussetzungen:
    - Kindeswohl muss dienen
    - Mindestalter: 25 Jahre (ein Ehegatte), 21 Jahre (anderer)
    - Probezeit (Adoptionspflege)
    - Einwilligung der leiblichen Eltern

  Wirkungen:
    - Vollstaendige Eingliederung in neue Familie
    - Erloeschen der Verwandtschaft zur Herkunftsfamilie
    - Erbrecht in neuer Familie

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8. NICHTEHELICHE LEBENSGEMEINSCHAFT
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RECHTLICHE SITUATION
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  - Keine automatischen gesetzlichen Ansprueche
  - Kein gesetzliches Erbrecht
  - Kein Unterhaltsanspruch
  - Kein Zugewinnausgleich

VERTRAGLICHE GESTALTUNG
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  Empfehlung: Partnerschaftsvertrag mit Regelungen zu:
    - Vermoegensaufteilung bei Trennung
    - Gemeinsame Anschaffungen
    - Nutzung gemeinsamer Wohnung
    - Ausgleich bei Mithilfe im Betrieb

KINDER IN NICHTEHELICHER LEBENSGEMEINSCHAFT
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  - Gleiche Rechte wie eheliche Kinder
  - Vaterschaftsanerkennung erforderlich
  - Gemeinsame Sorge durch Sorgeerlaerung moeglich

EINGETRAGENE LEBENSPARTNERSCHAFT
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  - Seit 2017 keine Neubegruendung mehr moeglich
  - Bestehende koennen in Ehe umgewandelt werden
  - "Ehe fuer alle" seit 01.10.2017

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9. WICHTIGE PARAGRAPHEN
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  BGB - BUERGERLICHES GESETZBUCH
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  § 1297     Verloebnisrecht
  § 1303     Ehefaehigkeit
  § 1310     Zustaendigkeit des Standesbeamten
  § 1353     Eheliche Lebensgemeinschaft
  § 1357     Schluesselgewalt
  § 1363     Zugewinngemeinschaft
  § 1365     Verfuegung ueber Vermoegen im Ganzen
  § 1408     Ehevertrag
  § 1565     Scheitern der Ehe
  § 1566     Vermutung des Scheiterns
  § 1569     Grundsatz der Eigenverantwortung
  § 1570     Unterhalt wegen Kindesbetreuung
  § 1601     Unterhaltsverpflichtete
  § 1612a    Mindestunterhalt
  § 1626     Elterliche Sorge
  § 1666     Gerichtliche Massnahmen bei Kindeswohlgefaehrdung
  § 1684     Umgang mit dem Kind
  § 1741     Zulaessigkeit der Annahme

  WEITERE GESETZE
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  FamFG      Familienverfahrensgesetz
  VersAusglG Versorgungsausgleichsgesetz
  UVG        Unterhaltsvorschussgesetz
  GewSchG    Gewaltschutzgesetz

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10. PRAXISBEISPIELE
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BEISPIEL 1: ZUGEWINNAUSGLEICH
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  Anna und Bernd heiraten 2015.
  Anna: Anfangsvermoegen 10.000 EUR, Endvermoegen 50.000 EUR
        Zugewinn Anna: 40.000 EUR
  Bernd: Anfangsvermoegen 5.000 EUR, Endvermoegen 25.000 EUR
        Zugewinn Bernd: 20.000 EUR

  Differenz: 40.000 - 20.000 = 20.000 EUR
  Bernd erhaelt Ausgleich: 10.000 EUR

BEISPIEL 2: KINDESUNTERHALT
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  Vater verdient 2.800 EUR netto, Kind ist 8 Jahre alt.
  Einkommensgruppe 4 der Duesseldorfer Tabelle
  Tabellenbetrag: ca. 650 EUR
  Abzug hälftiges Kindergeld (125 EUR): 650 - 125 = 525 EUR Zahlbetrag

BEISPIEL 3: SORGERECHT BEI TRENNUNG
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  Unverheiratete Eltern mit gemeinsamer Sorgeerlaerung trennen sich.
  Gemeinsame Sorge bleibt bestehen.
  Beide Eltern entscheiden gemeinsam ueber wichtige Angelegenheiten.
  Alltagsentscheidungen trifft der betreuende Elternteil.

BEISPIEL 4: SCHEIDUNG OHNE ZUSTIMMUNG
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  Ehemann will Scheidung, Ehefrau nicht.
  Nach 3 Jahren Trennung wird Ehe auf Antrag des Mannes geschieden,
  auch ohne Zustimmung der Frau (§ 1566 Abs. 2 BGB).

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WICHTIGER HINWEIS
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  Keine Rechtsberatung! Die Darstellung ersetzt keine individuelle
  Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Notar. Familienrechtliche
  Angelegenheiten sind oft komplex und erfordern fachkundige Begleitung.

  Bei konkreten Fragen wenden Sie sich an:
    - Fachanwalt fuer Familienrecht
    - Notar (fuer Ehevertraege)
    - Jugendamt (bei Sorgerechtsfragen)
    - Familienberatungsstellen

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SIEHE AUCH
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  wiki/jura/erbrecht/           - Erbrecht (Bezuege zum Familienrecht)
  wiki/jura/zivilrecht/         - Allgemeines Zivilrecht
  wiki/jura/steuerrecht/        - Steuerliche Aspekte (Ehegattensplitting)
  wiki/jura/sozialrecht/        - Sozialleistungen fuer Familien

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                          Ende des Artikels
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